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Die Theorie

Eine Ebene höher

Luhmann behauptet also, die Kommunikation im Kleinen und die gesellschaftlichen Systeme im Großen führten gegenüber den menschlichen Bedürfnissen und Aktionen ein Eigenleben. Die Frage lautet dann, wie sieht dieses Eigenleben genau aus? Denn gewiss meint er nicht, Kommunikationen existieren als geisterhafte Lebewesen, die unsichtbar durch den Raum spuken.

Soziale Systeme und Bewusstsein sind isomorph erstellt von Thomas Nöske — zuletzt verändert: 16.06.2007 08:40
Auch wenn er über seine Zettelkästen sagt, sie seien eine Art "Zweitgedächtnis", das "ein von seinem Autor unabhängiges Eigenleben" gewinnt, so meint er das gewiss metaphorisch, außer er will sagen, dass er seinen Zettelkasten längere Zeit nicht geputzt hat und sich im Lauf der Zeit kleine Tiere in den Fächern eingenistet haben.
Das Problem der Intersubjektivität erstellt von Thomas Nöske — zuletzt verändert: 16.06.2007 08:42
Luhmanns wichtigtes Argument für die theoretische Notwendigkeit des Autopoiesis-Modells in der Soziologie lautet, dass sich sonst Intersubjektivität – also das Phänomen, dass wir trotz vieler individueller Unterschiede im Fühlen und Denken irgendwie doch auch alle in einer gemeinsamen Welt leben - nicht angemessen erklären ließe.
Fünf Thesen und Antithesen erstellt von Thomas Nöske — zuletzt verändert: 16.06.2007 08:52
Vielleicht das Herzstück meines ganzen Essays! Hier versuche ich Luhmanns abgefahrene Systemterminologie auf unsere Alltagserfahrung runterzubrechen und herauszufinden, was er mit so schrillen Begriffen wie "re-entry" oder "Autopoiesis der Kommunikation" überhaupt meint. Dabei wird schon einiges an Sinn und Unsinn seiner theoretischen Konstruktion sichtbar.
Systemtheorie als smahs the System-Theorie erstellt von Thomas Nöske — zuletzt verändert: 16.06.2007 08:54
Indes wird schon jetzt deutlich, wie Luhmann die frustrierende Erfahrung von der Arroganz, Selbstgerechtigkeit und Borniertheit gesellschaftlicher Teilsysteme auf der Ebene von allgemeinen Axiomen fundiert, sozusagen mit Naturgesetzen der Kommunikation begründet
Wie Luhmann die ganze Welt in die Tasche steckt erstellt von Thomas Nöske — zuletzt verändert: 16.06.2007 08:59
Der ästhetische Kick der "Leichtbauweise" von Luhmanns Theorie liegt sicherlich darin, dass sie bei aller Komplexität und Weite im Großen und Ganzen eigentlich mit einer einzigen logischen Operation auskommt: dem Eintritt der Unterscheidung in das durch sie unterschiedene...