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Veränderte Artikel

Alle kürzlich veränderten Artikel in zeitlich absteigender Reihenfolge.
Glückliche Ruinen erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 24.05.2009 20:29
Die nekrophile Romantik in den Abbruchvierteln der Industriestädte, verbunden mit dem surrealen Hang zur Anderswelt, dunkel eingefärbt durch Drogenkonsum und selbstzerstörerische Akte, fängt kaum ein Buch so elegant und farbenprächtig ein wie Caroline Hartges Roman "Ptolemain", der von 1995 stammt.
Würfelchen erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 06:58
... auch genannt: Aphorismen oder Ultrakurzessays. Anlass war die Idee, Texte zu schreiben, die so kurz sind, dass sie auf eine Bildschirmseite passen, und sich gut nebenbei fabrizieren lassen: beim Frühstück, in der U-Bahn, im Wartezimmer etc. Die meisten erschienen zuerst in einem Webblog von Matthias Rappe www.flegelamme.de
Wie weit kann eine Gedanke tragen? erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 20.01.2008 07:49
Hier mache ich mir ein paar Gedanken über typische Kompositionsmuster von Romanen und Filmen. Diese werden sodann mit der Kunsttheorie von John Dewey verknüpft. Schließlich versuche ich die Mangas als Ausdruck von existentieller Sorge in Situationen sozialer Komplexität zu deuten.
Denken wie die Schweine erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 09.12.2007 13:38
Oder der Versuch einer Erklärung, was wir eigentlich meinen, wenn wir die sogenannten "westlichen Werte" verteidigen. Anlass war natürlich die Diskussion über Pressefreiheit und Islamismus. Indes erschienen mir die Stellungnahmen der meisten sog. "Liberalen" irgendwie unbefriedigend, so dass ich eine eigene Antwort versucht habe ...
Ein Ende mit Ironie // Ironie am Ende erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 01.12.2007 12:58
Der Versuch einer Phänomenologie der Ironie, die bis in die eigene Lebenserfahrung reichen soll. Übrigens eine interessante Analogie zu John Deweys Kunsttheorie, die ich zu der Zeit noch gar nicht kannte. Dummerweise kam Dewey fast 100 Jahre vor mir auf die Idee. Außerdem lasse ich meinem Ärger über Stephan Raab, Oliver Poche und die anderen neuen Trash-Comedias raus ...
Mo and me erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 01.12.2007 12:29
Den Essay habe ich für Caroline Hartges "Querfalk"-Buch aus zwei älteren Essays plus Ergänzungen zusammen gebastelt; und ist er nicht toll geworden?! - sonst enthält das "Querfalk"-Buch noch weitere tolle Essays über die Salzingers von Leuten, die in meinem Text erwähtn werden, u.a. Hadaytullah Hübsch und Theo Köppen. Es kann über www.engstler-verlag.de bestellt werden!
Mudev Skrugels letzte Fahrt erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 09.11.2007 07:37
Auch von Meister Stemmer. Man glaubt nicht, dass diese Geschichte und Oberisling aus der Feder desselben Mannes stammen. Denn wahrlich, hier herrscht das pralle, das wahre Leben: Poesie, Glück, Freiheit, Freude ...
Ich bin tourist in meinem jugendtal erstellt von Herbert "Hel" Laschet, zuletzt aktualisiert: 28.10.2007 14:34
Als ich 2006 Hel das Gedicht im Cafe Schliemann lesen hörte, war ich sogleich hin und weg. diese elegische Abrechnung mit der eigenen Biographie, die vor Understatements nur so strotzt ... und das in dieser maroden Atmosphäre ... also bat ich ihn, es mir zu schicken. Hel selbst stellt ihm übrigens das Motto voran: "Ich bin tourist in meinem jugendtal / Es ist nicht was es war Es IST nicht mal"
Mustererkennung erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 28.10.2007 08:30
... ein grundsätzlicher, weitschweifiger Kommentar zu William Gibsons gleichnamigen SF-Roman. Anhand der Story versuche ich eine Unterscheidung zwischen Kunst und Fetisch zu treffen und ihre jeweiligen Funktionen in Kommunikationsprozessen zu bestimmen ...
5. Kapitel: Akadie erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:25
Als Mudev Skrugel geboren wurde, erblickte er, wie das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so üblich war, das Licht der Welt in einem Krankenhaus. Nach kurzer Zeit brachten ihn seine frischgebackenen Eltern in einem weißen Auto nach Hause. Sie nahmen dabei nicht die kürzeste Strecke, sondern fuhren die schönsten Straßen entlang wohlgeformten Jugendstil-Bauten, Repräsentationsgebäuden der Gründerzeit, Palästen des Barock und so manchem Park.
9. Kapitel: Ein Ei und Frieden erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:24
Nun, da Mudev Skrugel Sevilla bis auf wenige Kilometer nahe gekommen war, überraschte ihn eine eigentümliche Empfindung, ganz so, als sei er nicht vor einigen Tagen in Nürnberg losgefahren, und als habe er das alte mysteriöse Haus, das seine Kindheit mit Gewölben und unerwarteten Nischen begleitet hatte, nicht verkauft.
8. Kapitel: Der Musident erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:22
Mit der Musik war es ja so eine Sache. Lange hatte der noch sehr kleine Mudev Skrugel von Eltern und Großeltern etwas über Musik gehört. So hatte er sich bei ihm, noch bevor er bewußt die ersten Töne und Takte einordnen konnte, ein besonderes Verständnis von Musik eingestellt.
7. Kapitel: Die Skapulier-Bruderschaft erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:20
Was, so überlegte Mudev Skrugel, passierte mit den Worten, wenn er plötzlich anprallen und absterben sollte. Wären diese Worte, die sich in ihn eingebrannt hatten, dann wieder frei und würden sich lediglich einen anderern Wirt suchen, wie ein Virus, der nur ein einziges Programm in sich trägt: Überleben! Durchhalten! Um jeden Preis! Oder wären sie verschwunden, mit Skrugel dahingegangen, explodiert, in heiße Seife gelöst oder sanft entschlafen?
6. Kapitel: Okel-dōc erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:18
Eines der Kriterien, nach denen Mudev Skrugel die Menschen einteilte, war, ob sie Okel-dōc sagten oder ob sie nicht Okel-dōc sagten. Mudev Skrugel sagte nicht Okel-dōc. Ganz im Gegenteil, Okel-dōc widerte ihn an. Er konnte es nicht ertragen, wenn jemand zu seinem Gegenüber allen Ernstes meinte: Also, wir treffen uns dann morgen um zwölf, Okel-dōc? Für Skrugel lag darin etwas Erschreckendes.
4. Kapitel: Evaluation erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:13
Dieses Wort – Evaluation – erschreckte Mudev Skrugel, seitdem er an einigen der Universitäten studiert hatte. Zumeist wurde es ihm von hysterischen Dozentinnen an den Kopf geschleudert, die im Wissenschafgtsbetrieb unter dem Druck standen, sich durch besondere Methodenstrenge vor ihren männlichen Kollegen auszeichnen zu müssen: Das muß doch alles noch evaluiert werden!, und es klang wie gefoltert, erschossen, umerzogen, gehirngewaschen, gefälscht und falsch nachgedichtet.
3. Kapitel: Gygax erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:11
Es gab Zeiten, da hätte es Mudev Skrugel gerne gesehen, wenn sich – endlich – etwas geändert hätte, doch es tat sich nahezu nichts. Da sich also seinerzeit nichts wirklich änderte, gab es auch keinen Grund, sich ein Buch zuzulegen, wie Skrugel das ansonsten zu tun pflegte, trat eine große Veränderung in sein Leben. Es mußte also eine Zeitung herhalten. Eine Zeitung mußte ausreichen.
2. Kapitel: Gebenedeit erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:09
Mudev Skrugel hatte die Religion, in der er aufgewachsen war, längst verlassen und war zu einer anderen Richtung konvertiert; trotzdem waren ihm gewisse Worte im Gedächtnis hängengeblieben. Neben dem etwas düsteren Absterben das traumhaft-verwobene und doch klanglich so daherpolternde Gebenedeit. Gebenedeit: das klang fest und volldröhnend.
1. Kapitel: Absterben erstellt von Thomas Stemmer, zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 15:04
Ein plötzlicher Anprall mag mitunter überraschend sein: Die Toten reisen nach Westen; so sagt man. Lediglich in Indien ziehen die Toten nach Norden, denn nördlich des indischen Subkontinents liegt das mächtige Himalaya-Gebirge, naheliegend also in jeder Hinsicht, für die Lebenden und die Toten.
NeoWerther Psychopunk 2000 erstellt von Tobias Munzl, zuletzt aktualisiert: 04.10.2007 10:12
Diesen Text schickte mir ein junger Autor (25 Jahre), mit dem ich sonst nur wenig Kontakt hatte. Trotz aller Schwächen, doch ein ambitioniertes Projekt: Werther heute, ein romantischer Anarcho-Punk mit Hang, in den Drogensumpf abzugleiten. Munzl schrieb mir, ich solle sein Skript bitte publizieren, bevor es "auf immer in seiner Festplatte verschwindet." Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Irgendwie unheimlich!
Journalismus als neues Gesellschaftspiel erstellt von Thomas Nöske, zuletzt aktualisiert: 29.09.2007 13:59
Oder: wie man in drei Tagen einen ZEIT-Artikel schreibt. - wie in Anlehnung an Karl Valentins berühmten Spruch: "Es wurde zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem" scheinen sich zu jedem Ereignis eine Handvoll von Meinungen und Positionen quasi automatisch zu ergeben, die man sich baukastengleich selber zusammensetzen kann ...